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Die Knoten

Als erstes ein Hinweis: Im folgenden Text gehen wir davon aus, dass Sie RechtshänderIn sind. Sollten Sie LinkshänderIn sein, so tauschen Sie bitte alle 'rechte Hand' bzw. 'rechts' und 'linke Hand' bzw. 'links' aus. Wenn Sie etwas Übung haben, werden Sie auch schnell Ihre eigene Technik entwickeln. Für den Anfang raten wir Ihnen jedoch, sich an unsere Vorgaben zu halten.

Grundlagen:

Zunächst gilt es, den leeren Ballon mit etwas Luft zu füllen (Abbildung 1). Hierzu empfehlen wir Ihnen, eine Pumpe zu verwenden, da es anstrengend ist, die Ballons mit der Lunge aufzupusten. Der Ballon sollte niemals voll aufgepustet werden, da durch das Modellieren Volumen verloren geht. Wieviel Luft man im Ballon belassen muss, ist später ein Erfahrungswert und hängt von der Figur/dem Molekül ab.

[Ballon mit etwas Luft]
Abb. 1: Ein Ballon mit wenig Luft.

Nun kann man den Ballon an einer beliebigen Stelle einschnüren, wie in Abbildung 2 zu sehen ist. Hierzu wird der Ballon an der gewünschten Stelle mit Daumen und Zeigefinger der linken Hand zusammengedrückt und das rechte Ende mit der rechten Hand gedreht. Diese Einschnürung löst sich beim loslassen wieder auf, daher muss sie vorerst gehalten werden.

[Der Ballon wird eingeschnürt]
Abb. 2: Ein Ballons kann an einer beliebigen Stelle eingeschnürt werden.

Hierzu nimmt man die linke Ballonkammer zwischen den kleinen Finger und den Handballen der linken Hand (Abbildung 3). Nun kann die Einschnürung nicht aufgehen. Weitere abgeschnürte Kammern können nach oben 'durchgeschoben' werden.

[Halten der nichtfixierten Kammern]
Abb. 3: Die erste, nicht fixierte Kammer muss gehalten werden.

Die verschiedenen Knoten:

Der einfache Foldtwist

Der erweiterte Foldtwist

Der Pinchtwist

Der gesicherte Pinchtwist

Der Pushthrough

Der Tuliptwist

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Der einfache Foldtwist:

Hat man eine Einschnürung geschaffen und möchte eine einfache Schlaufe haben, so biegt man den Ballon einfach um. Der ersten Einschnürung gegenüber schafft man eine weitere Einschnürung. An der so geschaffenen Schlaufe wird gezogen und sie dann gedreht (Abbildung 4). Es entsteht ein Knoten, der zum Beispiel ein freies Elektronenpaar symbolisieren kann.

[Foldtwist]
Abb. 4: Ein Foldtwist ist einfach zu machen.

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Der erweiterte Foldtwist:

Hat man drei Einschnürung geschaffen, faltet man den Ballon so, dass zwei Kammern nebeneinander zu liegen kommen (Abbildung 5).

[Foldtwist]
Abb. 5: Für dem erweiterten Foldtwist benötigt man drei Kammern.

Die beiden linken Kammern werden nun etwas abgezogen und dann gedreht (Abbildung 6). Nun hat man den Foldtwist gesichert.

[Foldtwist]
Abb. 6: Nun werden die Kammern verdreht.

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Der Pinchtwist:

Für den Pinchtwist benötigt man eine kleine, möglichst runde Kammer, die - wie schon mehrfach durchgeführt - abgezogen und verdreht wird (Abbildung 7). Der Pinchtwist ist ein sehr wichtiger Knoten, der unter anderem zum trennen von Ballons eingesetzt wird.

[Pinchtwist]
Abb. 7: Drehen eines Pinchtwist.

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Der gesicherte Pinchtwist:

Um einen Ballon an einer Stelle aufzutrennen (sei es, weil das Modell fertig ist, oder der Ballonrest nicht mehr für die Vollendung des Modelles reicht), muss der letzte Knoten vor der Trennung gesichert werden. Hierfür gibt es zwei Möglichkeiten. In beiden Fällen braucht man einen Pinchtwist, der gesichert wird.

Möglichkeit 1:

Die beiden langen Enden rechts und links vom Pinchtwist werden nach oben gebogen, so dass der Pinchtwist eingeschnürt wird. Die beiden so entstandenen kleineren Kugeln werden zweimal verdreht, wie wir es vom Foldtwist her kennen (Abbildung 8).

[der gesicherte Pinchtwist Version 1]
Abb. 8: Sichern eines Pinchtwist (1. Variante).

Möglichkeit 2:

Der Pinchtwist wird in zwei möglichst gleich große Hälften geteilt und beide Hälften gegeneinander verdreht. Nun werden die beiden langen Enden rechts und links vom Pinchtwist nach oben gebogen und der geteilte Pinchtwist wird analog dem Foldtwist zweimal verdreht (Abbildung 9).

[der gesicherte Pinchtwist Version 2]
Abb. 9: Sichern eines Pinchtwist (2. Variante).

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Der Pushtrough:

Der Pushthrough hat mehrere Funktionen. Zum einen dient er dazu, den erweiterten Foldtwist an einem kurzen Ende des Modelles zu sichern, zum anderen dient er dazu, einen neu eingefügten Ballon zu sichern. Auf diese Weise kann beispielsweise eine Dreifachbindung dargestellt werden. Die Ballonkammer, die als dritte Kammer eingeführt werden soll, wird auf die beiden schon vorhandenen Kammern gelegt und dann werden diese beiden über die dritte gerollt. In Abbildung 10 ist die dritte Kammer aus Gründen der Übersichtlichkeit grün gehalten.

[Pushtrough]
Abb. 10: Der Pushtrough sieht schwerer aus, als er ist.

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Der Tuliptwist:

Für den Tuliptwist muss der Finger eventuell angefeuchtet sein, da er sonst sehr schwierig aus dem Ballon zu ziehen ist. Der feuchte Finger wird mit dem Mundstück des Ballons in den Ballon hineingeschoben. Wie tief der Finger durchgeschoben wird, ist davon abhängig, was man mit diesem Knoten bezweckt. Hat man die gewünschte Tiefe erreicht, so greift man von außen den Knoten und schiebt den Ballon vorsichtig vom inneren Finger. Dann wird der Ballon an der so eingeschnürten Position gedreht (Abbildung 11). Durch die Haftreibung des Ballons hält dieser Knoten in der Regel ohne weitere Sicherung.

[Tuliptwist]
Abb. 11: Der Tuliptwist benötigt etwas Übung.

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